Das Ziel dieses Netzwerkes ist, die gemeinsame Erforschung und Entwicklung einer transportablen Vorrichtung zur Reinigung, Wartung und technischen Ertüchtigung von Offshore-Windkraftanlagen sowie die Etablierung derselben am Markt. Hierbei besteht ein erster Fokus auf die Rahmenbedingungen in Deutschland. Aufgrund der speziellen Rahmenbedingungen in Deutschland, die eine Errichtung der Offshore-Windparks in relativ großer Küstenentfernung und Wassertiefe erfordern, sind die bisher international gesammelten Erfahrungen nur bedingt übertragbar. Die geplante Nutzung der Offshore-Windenergie erfordert eine Weiterentwicklung der AnlagentechnBewuchsik und Betriebsführung sowie eine Optimierung der Anlagenmontage und Logistik. Meerestiefen von bis zu 40 m, große Entfernungen zur Küste und starke physikalische Belastungen durch Wind, Wellen sowie hoher Salzgehalt der Luft stellen große Herausforderungen an Fundamente, die Kapselung der Gondel und verwendete Materialien; aufwendig sind auch die Wartungs- und Servicearbeiten.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) beschreibt in dem Dokument „Standard Konstruktion: Mindestanforderungen an die konstruktive Ausführung von Offshore-Bauwerken in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)“ für die Betriebsphase eine regelmäßige wiederkehrende Prüfungen. Die Betriebsphase umfasst die Unterhaltung und Überwachung der Offshore-Bauwerke. Der Prüfbeauftragte stellt die Konformitätsbescheinigung gemäß Prüf- und Inspektionsplan für die wiederkehrenden Prüfungen aus.

 

Für die wiederkehrenden und ereignisgesteuerten Prüfungen soll eine mobile Vorrichtung entwickelt werden, wobei:

  • die Zeit und Kosten bei Inspektion und Wartung optimiert werden,
  • die rechtlichen (und stetig steigenden) Forderungen erfüllt werden und
  • eine langjährige und sichere Nutzung regenerativer Energien ermöglicht wird.

Darüber hinaus wird durch den Einsatz der im Netzwerk entwickelten innovativen Ideen eine langfristige Etablierung auf dem Markt erwartet.

Zur Umsetzung der Aufgaben bei der mit technischen Risisken versehenen Entwicklung innovativer Produkte werden die Fördermöglichkeiten des Zentralen Innovationsprogrammes Mittelstand der Bundesregierung, aber auch von Landesprogrammen und europäischen Förderungen genutzt