Die aktuell verwendeten Standardimplantate in Kliniken sind nicht optimal auf individuelle Patientenbedürfnisse abgestimmt, was zu mechanischen Komplikationen und Infektionen führen kann. Das Innovationsnetzwerk verfolgt daher das Ziel, durch interdisziplinäre Kooperationen patientenspezifische Implantate mit gezielt einstellbaren Oberflächenstrukturen und pharmazeutischer Funktionalisierung zu entwickeln. Der Fokus liegt auf der Erforschung und Fertigung additiv gefertigter Implantate mit biofunktionalen Eigenschaften, insbesondere zur Infektionsprophylaxe und Schmerztherapie. Durch die Kombination innovativer Oberflächentechniken und nanoskaliger Funktionalisierung sollen Implantate auf Makro-, Mikro- und Nanoebene optimiert werden. Dies ermöglicht eine verbesserte Osteointegration sowie eine lokal kontrollierte Wirkstofffreisetzung zur Infektionsprävention.

Ziel ist es, hochwertige und innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln, die es ermöglichen, patientenspezifische, additiv gefertigte Implantate mit gezielt einstellbaren Oberflächenstrukturen und individuellen pharmazeutischen Ausstattungen bereitzustellen:

  • Anwendungs- bzw. patientenspezifische Fertigung
  • Verbesserte Funktionalität von Implantaten
  • Patientenadaptierte Antibiotikakombinationen
  • Kontrollierte, lokale Wirkstoff-Freisetzung unter Beachtung der mechanischen Stabilität der Beschichtung
  • Biologisch wirksame Oberflächen durch Modifizierung auf allen Strukturebenen
  • Nachhaltige Prozesse und Materialien sowie Recycling

Das Netzwerk strebt an, als Kompetenzzentrum für die Entwicklung innovativer Implantate zu fungieren, den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern und neue Wertschöpfungsketten im Marktsegment zu etablieren. Langfristig sollen die entwickelten Technologien auch auf weitere Anwendungsbereiche übertragen werden.